Mehr als nur Obst – Marille als Stück österreichischer Identität

Österreich – das Land der schönen Berge, der klassischen Musik, der weltberühmten Kunst und der besten Aprikosen. In Österreich nennt man sie Marillen.


🍑Herkunft, Schutz und Bedeutung

Die Wachauer Marille ist ein kulinarisches Symbol der Region Wachau in Niederösterreich. In dieser wunderschönen Landschaft im Tal der Donau werden nicht nur Marillen, sondern auch typische Weißweinsorten angebaut. Aufgrund ihrer wichtigen Rolle in Wirtschaft und Kultur steht die Wachau auf der Liste des UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbes.

Die Bezeichnung „Original Wachauer Marille“ ist kein bloßer Werbeslogan, sondern ein geschützter Begriff. Nur Marillen, die tatsächlich in der Wachau nach bestimmten Qualitätsrichtlinien angebaut werden, dürfen diesen Namen tragen. 

Im Jahr 1996 hat die EU für Wachauer Marillen eine „geschützte Ursprungsbezeichnung“ vergeben (ähnlich wie bei Parmaschinken oder Champagner). Achten Sie beim Kauf von Marillen oder Marillenprodukten auf diese EU-Qualitätssiegel.


Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.wachauermarille.at/


🍑Alles Marille!

Die mehr als 100.000 blühenden Marillenbäume sind für viele Touristen eine Attraktion und Grund für ihren Besuch der Wachau im Frühjahr. Doch im Sommer verwandeln sich die Wachau und ihre Umgebung in wahre Marillenparadiese

Dazu zählt auch die Stadt Krems an der Donau, wo das Marillenfest gefeiert wird. An drei Wochenenden im Juli lädt die Stadt unter dem Motto "Alles Marille!" Einheimische und Gäste dazu ein, die köstlichsten Seiten der Wachauer Marille zu genießen. Die gesamte Altstadt steht im Zeichen der Marille. Man kann zahlreiche kulinarische Spezialitäten direkt auf der Straße finden und dabei in fröhlicher Atmosphäre mit anderen feiern. 


       

Wenn Sie also Feste und Marillen mögen, sollten Sie dieses Fest auf keinen Fall verpassen!

Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.krems.info/alles-marille


🍑Süße Tradition mit Marillenfüllung

Die Marille spielt eine zentrale Rolle in der österreichischen Mehlspeisküche. Kaum eine Frucht wird so oft und so vielfältig verarbeitet – vor allem in Süßspeisen.

Ein banales, aber sehr bekanntes Beispiel ist der Krapfen – eines der beliebtesten Backwaren Österreichs. Marillenmarmelade gilt als die traditionelle Füllung der Krapfen. Sie sind besonders zur Faschingszeit in ganz Österreich beliebt, aber auch das ganze Jahr über in fast jeder Bäckerei erhältlich.


🍑Goldene Mitte: Die Marille im Teigmantel

Zu den bekanntesten Klassikern zählen auch die Marillenknödel – kleine Knödel aus Teig, in die entsteinte Marillen gesteckt werden. Die Teigwahl hängt von der Region ab: gebräuchlich sind Topfenteig, Erdäpfelteig (Kartoffelteig) und Brandteig. Marillenknödel gelten als beliebtes Haupt- oder Nachspeisengericht, nicht nur in Österreich, sondern auch in Bayern und Tschechien.



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